Der blinde Fleck – Eine fotografische Herausforderung

Am 4. November 2011 wurden im Rahmen einer Einführungs-Veranstaltung 102 Erstsemester der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, mit einem ungewohnten Auftrag konfrontiert: „in einer Dreier-Gruppe den Sozial- und Kulturraum der Stadt Rorschach aufsuchen, nach blinden Flecken fahnden und die unsichtbaren Fundstücke fotografisch festhalten“.

Allfällige blinden Flecken wurden im Verlauf des Tages mit Kurz-Inputs aufgehellt und Bezüge zum Studium der Sozialen Arbeit hergestellt: Sozialraumorientierung, Wahrnehmungsphänomene, Empowerment etc. Nach sieben Stunden wurde die Ergebnisse an Barbara Camenzind, die Schatzsucherin Rorschachs, überreicht. Inzwischen liegen die Blitzlichter in gedruckter Form vor, hier geht es zum neusten Plakat:

Plakat_4_FINAL_111130_Ansicht

Artikel im St.Galler Tagblatt

Text: Mark Riklin

Mobiles Museum

Im Auftrag von Pro Infirmis St.Gallen-Appenzell haben sich diese Woche Studierende der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, intensiv mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit für Menschen mit Behinderung auseinandergesetzt. In Zusammenarbeit mit einem professionellen Filmteam ist eine zweite Variation eines Kurzfilmes zum Slogan „Wir verschaffen Zugang – immer und überall“entstanden , um auf gesellschaftliche Behinderungen in Form von Zugangsproblemen aufmerksam zu machen. Die erste Variation wurde im Frühling 2011 gedreht.

Mit den Stilmitteln des heiteren Ernstes richtet eine ambulante Einsatztruppe – ein fiktives Angebot von Pro Infirmis St.Gallen-Appenzell – einem Rollstuhlfahrer ein mobiles Museum ein, da die eigentliche Ausstellung für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich ist.

Film:
Marco Hess und Thomas Bartlome, video-artwork, Kamera und Schnitt
Patrik Riklin, Atelier für Sonderaufgaben, Regie
Mark Riklin, Stadt als Bühne, Rahmenkonzept

Unsichtbarem eine Stimme geben

liv

Die Logopädie-Studentin Liv Sonderegger (im Bild rechts) setzt sich für Anliegen von Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung ein. In einem  Talk an der FHS St.Gallen im Rahmen eines Medienseminars von Mark Riklin und Selina Ingold erzählt die 33-Jährige von Unsichtbarkeit, Berührungsängsten und positiver Diskriminierung. Das St.Galler Tagblatt hat heute darüber berichtet: “Mut zum Fettnäpfchen“.

Bild: Liv Sonderegger (rechts im Bild) im Gespräch mit Studierenden der FHS St.Gallen

Im Gespräch mit Liv Sonderegger

Web_Dachschadendecker_Foto

Im Rahmen der Talkreihe „Megafon – Wir verschaffen leisen Themen Gehör“ ist am Dienstag, 25. Oktober 2011, Liv Sonderegger zu Gast. In einem öffentlichen Talk gibt die Präsidentin des Vereins „Die Dachschadendecker“ in der Cafeteria der FHS St.Gallen (Standort Rorschach) Auskunft über Ziel und Zweck des Vereins, über die letztjährige Theaterproduktion „Sprung in der Schüssel“ und die Notwendigkeit, für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung Öffentlichkeit herzustellen. Der Talk findet im Rahmen eines Medienseminars im Fachbereich Soziale Arbeit statt.

Bildquelle: Szene aus dem Theaterstück “Sprung in der Schüssel” (pd)

IFSA-Tätigkeitsbericht zum Schwerpunkt Partizipation ist online

«Durch den partizipativen Ansatz konnten aus Sicht der Beteiligten befriedigende Ergebnisse mit nachhaltig positiven Veränderungen erzielt werden.»
Corina Büchi, Studentin Studiengang Sozialarbeit. Wie Betroffene zu Beteiligten werden und wie Wissen gemeinsam von Expertinnen der Wissenschaft und Experten des eigenen Alltags erzeugt wird – in der Forschung, im Consulting, in der Weiterbildung  und in der Lehre – zeigt der eben erschienene Tätigkeitsbericht anhand verschiedener Projekte auf. Dabei wird deutlich, dass Beteiligungsprozesse sorgfältige methodische Planung und Umsetzung erfordern.
Zum Öffnen bitte aufs Bild klicken.
Zum Öffnen bitte aufs Bild klicken.

Dem Wandel auf der Spur

Barbara Bernold (2)

Rorschach ist eine Stadt, die sich stark im Wandel befindet. Dieser Tatsache sind letzten Mittwoch 55 Studierende der FHS St.Gallen (Fachbereich Soziale Arbeit) fotografisch auf die Spur gegangen. Im Auftrag der Stadträte Ronnie Ambauen und Peter Fuchs haben die Erstsemestrigen Bilder des Wandels gesucht und über 120 gefunden. Das St. Galler Tagblatt hat darüber berichtet: “Die Spuren der Zeit entdecken”.

Bild: Barbara Bernold

Wir verschaffen Zugang – immer und überall

Im Auftrag von Pro Infirmis St.Gallen-Appenzell haben sich im März 2011 Studierende der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, erneut intensiv mit dem Thema Öffentlichkeitsarbeit für Menschen mit Behinderung auseinandergesetzt. So wurde u.a. in Zusammenarbeit mit einem professionellen Filmteam die filmische Ideenskizze „Wir verschaffen Zugang – immer und überall“ erstellt, um auf gesellschaftliche Behinderungen in Form von Zugangsproblemen aufmerksam zu machen.

Mit den Stilmitteln des heiteren Ernstes verschafft eine mobile Einsatztruppe – ein fiktives Angebot von Pro Infirmis St.Gallen-Appenzell – einer Rollstuhlfahrerin mittels ambulanter Rampe Zugang zum Rorschacher Schulsekretariat. Eine Hintergrund-Recherche ergab, dass Dienstleistungen und Besprechungen in Absprache mit der Selbsthilfeorganisation Procap im wenige Meter entfernten Rathaus erbracht werden, welches über eine behindertengerechte Infrastruktur verfügt. Die Beschriftungstafel ist aufgrund der filmischen Ideenskizze mit diesem Hinweis ergänzt worden.

Film:
Marco Hess und Thomas Bartlome, video-artwork, Kamera und Schnitt
Patrik Riklin, Atelier für Sonderaufgaben, Regie
Mark Riklin, Stadt als Bühne, Rahmenkonzept

Leise Themen angesprochen

Florian

Am Dienstag fand an der FHS St.Gallen in Rorschach ein Talk mit Florian Eugster zum Thema Öffentlichkeitsarbeit für Menschen mit einer Behinderung statt. Florian Eugster (rechts im Bild) war Hauptmoderator der letzten kantonalen Behindertenkonferenz in St.Gallen und engagiert sich als Betroffener für Betroffene. Das St.Galler Tagblatt hat über den Talk in der Reihe “Megafon – wir verschaffen leisen Themen Gehör!” berichtet: “Sprecher für leise Themen”.

Foto: Ann-Marie Schmalz

Öffentlicher Talk mit Florian Eugster

Als Hauptmoderator führte er souverän durch die 3. Kantonale Behindertenkonferenz: Florian Eugster aus Rorschach sprach als Betroffener für Betroffene, um auch anderen Mut zu machen, sich selbst zu vertreten. Der 33-Jährige hat sein Leben selbst in die Hand genommen, möchte über seinen Alltag möglichst selbst bestimmen oder zumindest mitbestimmen.

Kommenden Dienstag, 22. März 2011, ist Florian Eugster im Rahmen eines Medienseminars zu Gast an der FHS St.Gallen in Rorschach. In einem öffentlichen Talk gibt er Einblick in sein Leben, seine Träume und Zukunftsvisionen. Und gibt Denkanstösse, wie sich eine Öffentlichkeitsarbeit gestalten lässt, die Menschen mit einer Behinderung ernst nimmt.

Dienstag, 22. März 2011, 1100 Uhr, Industriestrasse 35, FHS-Cafeteria

Eine Denkfabrik für Pro Infirmis

Wie kann Pro Infirmis in der Öffentlichkeit auf sich, ihre Angebote und Anliegen aufmerksam machen? Mit dieser Frage haben sich letzte Woche im Rahmen ihres Studiums der Sozialen Arbeit zirka 50 Studierende der FHS St.Gallen auseinandergesetzt. In einem Kreativprozess sind neue Ideen für eine Öffentlichkeitsarbeit der grössten Fachorganisation für Menschen mit Behinderungen in der Schweiz entstanden. Die Denkfabrik ist in einem Film von Marco Hess, Geschäftsführer von video-artwork, dokumentiert.

„Handlungskompetenz entsteht nicht im Studierzimmer“

„Stadt als Bühne“ – das ungewöhnliche Experiment ist nicht einem Brainstorming des Stadtmarketings entsprungen, sondern ein ernsthaftes, wenn auch ungewohntes Bildungsprojekt des Fachbereichs Soziale Arbeit der Fachhochschule St.Gallen. Deren Rektor Sebastian Wörwag hat das Projekt aktiv und intensiv unterstützt und begleitet. Er erläutert, welchen Nutzen das Experiment gestiftet und wie es die Studierenden vorangebracht hat. Continue reading

quartierpalaver.ch: Ergebnisse

Die erste Runde des Projektes quartierpalaver.ch ist heute Mittag zu Ende gegangen. Entstanden sind vielfältige Ergebnisse: Quartiergeschichten in Form von Blog-Beiträgen, ein Film mit Stimmen aus dem Quartier, Tagblatt-Beiträge (siehe heutige Ausgabe, Lokalteil Rorschach) und Balkontexte mit Gesprächszitaten. Die Weiterführung des Projektes im Rahmen anderer Unterrichtsteile ist geplant. Das Blog quartierpalaver.ch hält auf dem Laufenden.

quartierpalaver.ch – der Bevölkerung eine Stimme geben

Vor bald einem Jahr ist das „Projet urbain Rorschach“ (2008-2012), ein nationales Pilotprojekt zur Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität, mit viel Schwung gestartet (vgl. „Aufbruchstimmung im Quartier“, St.Galler Tagblatt vom 9. Mai 2009). Die Bevölkerung im Stadtquartier zwischen Eisenbahnlinie, BZR, Kirch- und Kamorstrasse zeigte sich motiviert, sich aktiv am Projekt zu beteiligen und sich in Arbeitsgruppen zu engagieren.

Inzwischen scheint das „Projet urbain“ ins Stocken geraten zu sein, zumindest was die Wahrnehmung der Bevölkerung betrifft (vgl. „Enttäuschung im Quartier“, (Tagblatt vom 12. März 2010). Ernüchterung macht sich breit, da die QuartierbewohnerInnen seit einem halben Jahr auf eine Antwort auf die erarbeiteten Vorschläge warten. Walter Meier, der sein Velo-Geschäft mitten im betreffenden Quartier betreibt, sagte gegenüber dem St.Galler Tagblatt: „Viele Leute im Quartier wissen nicht, dass es dieses Projekt gibt. Seit dem vergangenen Herbst läuft nichts mehr, und wir wurden nicht über die Gründe informiert.“

Auch Projektsteuerung und Projektleitung sehen Handlungsbedarf: Die mangelnde Präsenz im Quartier ist als wesentliches Problem erkannt worden. Deshalb ist unter dem Titel „Mehr Präsenz im Quartier“ für das erste Halbjahr 2010 ein Handlungsprogramm beschlossen worden. Den Anfang macht das Storytelling-Projekt „quartierpalaver.ch“: 56 Studierende der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, versuchen im Rahmen eines Medienseminars (Modul C2) der Bevölkerung Stimme und Gesicht zu verleihen. Am Donnerstag haben die Studierenden ein erstes Mal das Viertel erkundet. Mehr zur Ortsbegehung unter dem Titel “100 Ohren für ein Quartier” auf Tagblatt Online (Kurzfassung) und in der Printausgabe vom 20. März 2010. Die Geschichten werden in der kommenden Woche laufend unter http://quartierpalaver.ch veröffentlicht.

Fotografin: Sabrina Zeller (Studentin der FHS St.Gallen)