30.08.2010
Rorschach sucht einen Nachfolger für das Amt des offiziellen Schatzsuchers, das im Rahmen des Projektes “Stadt als Bühne” enstanden ist. Dabei wird die Idee dieser Stadtfigur von Rorschachern auch kritisiert und ein Rathausnarr gefordert. Mark Riklin, geistiger Vater des Schatzsuchers, nimmt in einem Interview im St.Galler Tagblatt (Ausgabe vom 28. August 2010) Stellung dazu.
25.08.2010

Am 18. und 19. August 2010 fand am Fachbereich Soziale Arbeit in Rorschach der internationale Workshop zur Sozialraumforschung statt, welcher durch das Kompetenzzentrum Soziale Räume der FHS St.Gallen (Prof. Christian Reutlinger, Prof. Annegret Wigger) und der Universität Duisburg/Essen (Prof. Fabian Kessl) organisiert wurde. Anhand von drei ausgewählten Forschungsprojekten wurde mit 15 Experten und Expertinnen aus den Bereichen Geografie, Stadt- und Regionalsoziologie sowie Erziehungswissenschaften diskutiert, was (Sozial)-Raumforschung zur (Sozial)-Raumforschung macht, welche Perspektiven und spezifische Herangehensweisen eine solche Forschung erfordert und welche (spezifischen) Instrumentarien zur Verfügung stehen.
Den Mittwochabend gestaltete Mag. Dr. Alexander Hamedinger der TU Wien mit einem öffentlichen Vortrag, welcher die «Herausforderungen moderner Stadtentwicklung» zum Thema hatte. Dabei standen Prozesse sozio-kultureller und -ökonomischer Umwertung in der Stadtentwicklung (Gentrification) sowie die Häufung benachteiligter Menschen in sogenannten «Pockets of Poverty» im Fokus. Diese fachlichen Inputs regten zu einer ertragreichen Diskussion zwischen den Teilnehmenden aus Politik, Verwaltung, Praxis der Sozialen Arbeit und der Universität bzw. Fachhochschulen an.
24.08.2010
Zum zweiten Mal nach 2009 hat die Stadt Rorschach eine Stelle als Schatzsucher/in (10 Stellenprozente) ausgeschrieben. Im Jahre 2011 gilt das Hauptaugenmerk in erster Linie den besonderen Stärken, Kompetenzen und Talenten der Rorschacher Bevölkerung. Eine klassische Aufgabe im Sinne des Empowerments, die sich im Speziellen auch an diplomierte und angehende Sozialarbeiter/innen richtet. Interessierte Personen bewerben sich bis 31. August bei der Stadtkanzlei Rorschach.
Stellenausschreibung:
http://www.rorschach.ch/index.asp?site=1&topic_id=8&m=8&g=0&newsid=543
Hintergrundinformationen:
http://stadt-als-buehne.ch/stadtfiguren/schatzsucher/
20.08.2010
Lange ging es Rorschach als Industrie-Kleinstadt gut. Der erste Knacks kam anfangs der 1970er Jahre: Rorschach hatte als kleinste Gemeinde im aufkommenden Trend zu Wohneigentum kein Bauland anzubieten. Wenig später folgte der Zusammenbruch der Feldmühle, des grössten Arbeitgebers. Und Mitte der 90er Jahre kam es zu einer Abwanderungswelle als Folge breiter Unzufriedenheit. „Einer der Gründe war der schlechte Ruf der Schulen angesichts grosser Ausländeranteile“, sagt der heutige Rorschacher Stadtpräsident Thomas Müller. „Es gab keinen Streit in der Stadt – die Abstimmung erfolgte mit dem Zügelwagen“. (weiterlesen…)
09.06.2010
7.10.2010, im Theater CROCHETAN, Monthey, SGG-SSG
In grosser thematischer Nähe zu den Leuchtturmthemen der FHS St. Gallen Soziale Räume und Generationen bzw. gerade in deren Überschneidung verortet sich eine Tagung der westschweizerischen SGG am 7. Oktober 2010, mit dem Titel
«Eine seniorenfreundliche Region: aktuelle und bevorstehende Fragen rund um die Betreuung / Pflege zu Hause und im Spital»
Im Mittelpunkt stehen die Konzepte «Altersfreundliche Stadt» (WHO) und «Nachbarschaftliches Quartier» sowie Herausforderungen angesichts der demografischen Alterung. Was ist zu tun, um die Prävention (z.B. auch präventive Hausbesuche) zu optimieren? Wie können die Kontinuität und die Koordination der Pflege / Betreuung zu Hause und im Spital gewährleistet werden? Welche Anforderungen stellen sich für die Geriatrie im Akutspital?
Im Fokus steht dabei auch die Zusammenführung aller Beteiligten: der PartnerInnen aus dem Bereich der Sozialmedizin (Spitex, Pflegeheime, behandelnde Ärzte), GemeindevertreterInnen sowie SeniorInnen.
Jede Menge Anknüpfungspunkte also… für Fragestellungen aktueller F+E-Projekten der FHSG:
- „InnoWo – Zuhause wohnen bis zuletzt“ nimmt u.a. das Zusammenspiel professioneller Kräfte, privatem Unterstützungsnetzwerk und Nachbarschaftshilfe in drei unterschiedlichen Wohn- und Lebenskontexten in den Blick.
- „Launch-Center für gemeinschaftliches Wohnen“ will mit einer Netzwerkagentur Ideen & Interessen gemeinschaftlichen Wohnens (auch) im Alter unterstützen, begleiten und fördern.
- Weitere Projekte werden derzeit konzipiert bzw. beantragt, u.a. zur Umsetzung systematischer ambulant-vor-stationär-Strategien im Quartier sowie zur Bestandsaufnahme sozialer Netzwerke Älterer im näheren Lebensumfeld.
Weitere Informationen zur Tagung sowie das detaillierte Programm finden Sie hier.
Eine thematisch benachbarte Tagung der SAGW fasste das Thema etwas weiter: generationenfreundliche Gemeinde. Infos hier.
20.05.2010

FHS St.Gallen in Projekt S5-Stadt involviert, Foto: Renato Bagttini
Von Eva Lingg
Rund 30 Forschende von fünf Hochschulen und acht Fachinstituten aus den Kantonen Zürich und St. Gallen sind rund zwei Jahre unterwegs und versuchen, das Phänomen Agglomeration zu entschlüsseln. Fragen nach einer nachhaltigen Gesellschafts- und Siedlungsentwicklung bilden den übergreifenden thematischen Leitfaden. Was die Forscherinnen und Forscher herausfinden, werden sie von April bis Oktober 2010 mit Veranstaltungen, Aktionen und einer Publikation in die Region zurücktragen. Zusammen mit lokalen Partnern vermitteln sie so konkrete Denkanstösse und Impulse. Auch die FHS St.Gallen war mit zwei Forschungsprojekten beteiligt (weiterlesen…)
22.04.2010
06.05.2010 | Bern, Kursaal, Saal Bella Vista, SAGW
“Generationenfreundliche Gemeinden – das SAGW-Tagungsthema ist mittendrin im Schnittfeld der beiden Leuchtturmthemen der FHS St.Gallen: Generationen und Soziale Räume: Der soziale und demographische Wandel wirkt sich auf das Zusammenleben zwischen den Generationen aus; Begegnungen zwischen ihnen und das Miteinander sind nicht länger selbstverständlich. Vielmehr bewegen sich die Generationen in unterschiedlichen Kreisen und halten sich an anderen Orten auf. Ebenso sind veränderte Anforderungen an Siedlungen und Infrastrukturen absehbar. Besonders betroffen von diesen Entwicklungen sind die Gemeinden. Zugleich eröffnen sich gerade im Nahraum Chancen, die Generationenbeziehungen aktiv zu gestalten sowie Siedlungsformen und Infrastrukturen an gewandelte Bedürfnisse anzupassen. Das Kompetenzzentrum Generationen CCG der FHSG war kürzlich in einem aktuellen Bulletin der SAGW mit dem Schwerpunktthema Generationen vertreten.
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21.04.2010
Der katholische Mediendienst Schweiz hat einen Film zum „Glöckner vom Jakobsbrunnen“ veröffentlicht. Die Aktion wurde im Rahmen der Reihe „Stadt als Bühne“ initiiert. Mark Riklin propagierte die Idee, das Glockenwerk des Brunnens zu de-automatisieren und wieder Glöckner einzusetzen, wie in früheren Zeiten. Die Reihe “Stadt als Bühne” fand zwischen 2005 und 2009 statt. Welchen Rorschacher Schätzen die Initianten Mark Riklin und Selina Ingold in diesen vier Jahren nachgespürt haben erfahren Sie im Buch zum Projekt. Es erscheint diesen Sommer.
Zum Film
29.03.2010
Radiotelevisiona svizzera RSI berichtete am Sonntag, 21. März in den Hauptnachrichten über das Thema Jugendobdachlosigkeit. Vor allem in der Deutschschweiz gibt es immer mehr jugendliche Obdachlose. Zu den Faktoren, welche Jugendobdachlosigkeit begünstigen, wurde Christian Reutlinger, Leiter Kompetenzzentrum Soziale Räume der FHS St.Gallen befragt. “Die Unsicherheiten in der Berufswelt und allgemein in der heutigen individualisierten Gesellschaft sind mögliche Auslöser, für Probleme im Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen”, erklärt er. Solche Phänomene könnten als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen zum Nachdenken anregen.
Zum TV-Beitrag
25.03.2010
Die erste Runde des Projektes quartierpalaver.ch ist heute Mittag zu Ende gegangen. Entstanden sind vielfältige Ergebnisse: Quartiergeschichten in Form von Blog-Beiträgen, ein Film mit Stimmen aus dem Quartier, Tagblatt-Beiträge (siehe heutige Ausgabe, Lokalteil Rorschach) und Balkontexte mit Gesprächszitaten. Die Weiterführung des Projektes im Rahmen anderer Unterrichtsteile ist geplant. Das Blog quartierpalaver.ch hält auf dem Laufenden.
20.03.2010

Vor bald einem Jahr ist das „Projet urbain Rorschach“ (2008-2012), ein nationales Pilotprojekt zur Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität, mit viel Schwung gestartet (vgl. „Aufbruchstimmung im Quartier“, St.Galler Tagblatt vom 9. Mai 2009). Die Bevölkerung im Stadtquartier zwischen Eisenbahnlinie, BZR, Kirch- und Kamorstrasse zeigte sich motiviert, sich aktiv am Projekt zu beteiligen und sich in Arbeitsgruppen zu engagieren.
Inzwischen scheint das „Projet urbain“ ins Stocken geraten zu sein, zumindest was die Wahrnehmung der Bevölkerung betrifft (vgl. „Enttäuschung im Quartier“, (Tagblatt vom 12. März 2010). Ernüchterung macht sich breit, da die QuartierbewohnerInnen seit einem halben Jahr auf eine Antwort auf die erarbeiteten Vorschläge warten. Walter Meier, der sein Velo-Geschäft mitten im betreffenden Quartier betreibt, sagte gegenüber dem St.Galler Tagblatt: „Viele Leute im Quartier wissen nicht, dass es dieses Projekt gibt. Seit dem vergangenen Herbst läuft nichts mehr, und wir wurden nicht über die Gründe informiert.“
Auch Projektsteuerung und Projektleitung sehen Handlungsbedarf: Die mangelnde Präsenz im Quartier ist als wesentliches Problem erkannt worden. Deshalb ist unter dem Titel „Mehr Präsenz im Quartier“ für das erste Halbjahr 2010 ein Handlungsprogramm beschlossen worden. Den Anfang macht das Storytelling-Projekt „quartierpalaver.ch“: 56 Studierende der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, versuchen im Rahmen eines Medienseminars (Modul C2) der Bevölkerung Stimme und Gesicht zu verleihen. Am Donnerstag haben die Studierenden ein erstes Mal das Viertel erkundet. Mehr zur Ortsbegehung unter dem Titel “100 Ohren für ein Quartier” auf Tagblatt Online (Kurzfassung) und in der Printausgabe vom 20. März 2010. Die Geschichten werden in der kommenden Woche laufend unter http://quartierpalaver.ch veröffentlicht.
Fotografin: Sabrina Zeller (Studentin der FHS St.Gallen)
23.02.2010
…so lautet das Thema eines grossen deutsch-schweizerischen Gemeinschaftskongresses im September 2010 in Berlin. Zum zweiten Mal wird er von der deutschen DGGG und der schweizerischen SGG-SSG gemeinsam veranstaltet – den beiden immer stärker kooperierenden nationalen Vereinigungen der GerontologInnen.

Da Ulrich Otto im Vorstand der DGGG-Sektion IV Soziale “Gerontologie und Altenarbeit” mitwirkt, ist die FHS St. Gallen schon bei der Kongressvorbereitung gut vertreten. Das von der Sektion IV gestaltete Exzellenzsymposium widmet sich dem hochaktuellen Thema Altern im Quartier – Beratung, Planung, Vernetzung - im Schnittfeld der beiden Kompetenzzentren “Generationen” (Leitung: Prof. Dr. U. Otto) und “Soziale Räume” (Leitung: Prof. Dr. C. Reutlinger) könnte die FHS St. Gallen nicht einschlägiger dafür aufgestellt sein!

Der Kongress findet vom 15.-17. Sept. 2010 an der Charité Berlin statt.
Ganz aktuell wurde soeben der zweite Call for Papers veröffentlicht, Beiträge können noch bis 23. April eingereicht werden (soeben verlängert worden – vormals 9.4.).
26.11.2009
Transposition – Ostschweizer Beiträge zu Lehre, Forschung und Entwicklung in der Sozialen Arbeit
Bd. 1: Christian Reutlinger und Annegret Wigger (Hg.): Transdisziplinäre Sozialraumarbeit. Grundlegungen und Perspektiven des St. Galler Modells zur Gestaltung des Sozialraums

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18.11.2009

Diskussionen auf dem Markt der Ideen vor der Installation zur 2000-Watt-Gesellschaft (Bild: Ursula Meisser)
Die imposante Installation fesselt beim Betreten der ehemaligen Industriehalle sofort: unzählig viele, grosse, farbige Kartonelemente meterhoch bis an die Decke getürmt. Sie zeigen gelungene Beispiele und Massnahmen für eine 2000-Watt-Gesellschaft. Wie ein erhobener Zeigefinger? ein grosses Denk(!)mal? oder doch Sinnbild einer konkreten Utopie?
Überzeugt von der Machbarkeit, der grossen Herausforderung jedoch zugleich bewusst, lud die Baugenossenschaft mehralswohnen am 12.11.09 vor diese Kulisse ins ewz-Unterwerk Selnau in Zürich ein. Im Rahmen der Gesamtveranstaltungs-Reihe der Stadt Zürich „Bauen für die 2000-Watt-Gesellschaft“ veranstaltete sie einen „Markt der wegweisenden Ideen“ mit anschliessender Podiumsdiskussion. Sie inspirierte damit rund 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
St. Gallen mit Fachkompetenz und innovativen Ideen vertreten. Prof. Dr. Ulrich Otto, Leiter Kompetenzzentrum Generationen und dort in vielfältige Aktivitäten zur Zukunft des Wohnens engagiert, war dem Aufruf gefolgt. Forschungsinstitute, Verbände, Institutionen und Firmen waren eingeladen worden, Vorschläge per Poster und Projektskizze einzureichen und sich persönlich an der Diskussion zu beteiligen. (weiterlesen…)