Das Institut für Soziale Arbeit arbeitet neu mit der Schweizerischen Kriminalprävention zusammen. Noch in diesem Jahr wird ein Seminar entwickelt, dass sich der Pädokriminalität im Internet widmet. Das Seminar richtet sich an Fachleute, die in ihrer Praxis mit dieser Thematik konfrontiert sind, direkt oder indirekt. In verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Sozialen Arbeit sowie des Bildungssystems drängt sich die Problematik mehr und mehr auf: Beispielsweise in der Jugendarbeit, in der Schule, in therapeutischen Settings oder in der Paarberatung. Diese neue Kooperation ist im Zusammenhang mit den Schwerpunkten Medienpädagogik und Social Web zu sehen, denen sich das IFSA seit drei Jahren verstärkt zuwendet.
Monthly Archives: June 2007
Medientagung – Unterlagen zum Workshop 1
An der Medientagung vom 30.5.2007 habe ich einen Workshop zum Thema “Das Web als Lebensraum” moderiert, in dessen Zentrum die Auseinandersetzung mit Formen der Partizipation im Sinne der BürgerInnenbeteiligung stand.
In einem World-Cafe-Setting haben die Teilnehmenden folgende Fragen diskutiert:
- Bieten virtuelle Räume Lernfelder für das “richtige Leben”? Oder gar Alternativen dazu?
- Welche Möglichkeiten bieten sie für die Partizipation der NutzerInnen im Sinne der BürgerInnenbeteiligung?
- In welchen Kontext, für welche Themen sind webbasierte partizipative Prozesse denkbar und sinnvoll?
- Wie müssen sie dafür gestaltet, konzipiert sein?
- Wie ist der Zugang geregelt? Wer soll ihn regeln?
Die Präsentation, die als Input und Anregerin diente, können Sie online abspielen (Klick ins Bild oder auf die Bedienelemente am unteren Rand animiert die Präsentation).

Dani Fels, nach der Tagung…
Jungbauern mit mehr Freiraum
Der Beruf des Bauers scheint wieder attraktiver. Die landwirtschaftliche Schule des Kantons St. Gallen verzeichnet in den letzten Jahren ein stetiger Anstieg von Absolventinnen und Absolventen, wie das St. Galler Tagblatt berichtet. Peter Schallberger, Soziologe und Mitarbeiter des Insituts für Soziale Arbeit der FHS St.Gallen, spricht im Tagblatt über die Chancen für unternehmerische Jungbauern: Das Interview.
Schule und Schulsozialpädagogik
Rosmarie Arnold, Leiterin der Abteilung Sozialpädagogik an der FHS St.Gallen, nimmt in der Fachzeitschrift Suchtmagazin (Nr. 3, Juni 2007, 33. Jahrgang) zu Fragen der Schulsozialpädagogik Stellung:
“Bildung ist für die Integration junger Menschen in die Gesellschaft von zentraler Bedeutung. Die Lebenschancen eines Menschen … sind zu einem wesentlichen Teil davon abhängig, wie sich die individuelle Bildungslaufbahn gestaltet … Schulsozialarbeit und Schulsozialpädagogik können dabei tatsächlich einen wichtigen strukturellen und inhaltlichen Beitrag leisten.”
Im Gegensatz zur Schulsozialarbeit bezieht sich die Schulsozialpädagogik direkt auf das Lehr- und Lerngeschehen. In der Ostschweiz bieten zwei Hochschulen, die Pädagogische Hochschule Thurgau und die FHS St.Gallen, gemeinsam einen Zertifikatslehrgang Schulsozialpädagoik an. Neu ist zudem ein Seminar Schulsozialarbeit im Weiterbildungsprogramm der FHS St.Gallen.

Rosmarie Arnold (Foto: Reto Eugster)
Im Zentrum steht die Medienkompetenz
Das Handy als Foto- und Videokamera auf dem Pausenplatz, Kontaktplattformen im Internet, virtuelle Spiel-Communities, Chatrooms als Aufgabenhilfe: Medien durchdringen unseren Alltag. Vor allem Fachleute aus Sozialer Arbeit und Bildung merken, dass eine kulturpessimistische Haltung nicht ausreicht. Chatrooms können soziale Kontakte verhindern und fördern, Computer-Spiele können “verdummen” und Lernchancen bieten. Für den Umgang mit Medien braucht es mehr als eine verteufelnde Haltung. Es braucht konstruktive Konzepte zur Förderung der Medienkompetenz.
Der neue Zertifikatslehrgang Medienpädagogik setzt hier an. Das Weiterbildungszentrum Soziale Arbeit der FHS St.Gallen bietet diesen Lehrgang in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Rorschach ab Herbst 2007 an. Der Lehrgang vermittelt Wissen und Methoden in den Bereichen Medientheorie, Medienkonzeption, Medienproduktion und Gestaltung von Lernprozessen mit Neuen Medien. Mehr dazu erfährt man in der Broschüre zum Lehrgang: Broschüre Medienpädagogik
Vorurteile, nichts als Vorurteile

Die Poetry-Slam-Aktivistin Lara Stoll begeisterte (Foto: Sara Bühlmann)
Um nichts weniger als Vorurteile in der Generationenbegegnung ging es an der 3. Ostschweizer Generationentagung, die heute in St.Gallen stattfand. Knapp 100 Interessierte nahmen daran teil. Vielfältig war das Programm: Der Musiker Peter Roth und die Poetry-Slam-Meisterin Lara Stoll boten Kontrapunkte zum wissenschaftlichen Einführungsreferat und den Sachfragen.
Der Sozialraumexperte Christian Reutlinger vom Institut für Soziale Arbeit IFSA führte mit seinem Hauptreferat in die Thematik ein: Er bezog das Phänomen “Vorurteil” auf Fragen der Sozialraumentwicklung. In drei Workshops wurden “Vorurteilsbörsen” durchgeführt: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich aus unterschiedlichen Generationen zusammen. Ziel dabei war, Vorurteile nicht vorschnell zu relativieren, sondern in der Diskussion zugänglich zu machen.
Medientagung – Unterlagen aus dem Workshop 3
Anja Ebersbach und Markus Glaser haben an der Ostschweizer Medientagung, 30.5.2007, einen Workshop zum Thema “Der entfesselte User” (PPT) gestaltet. Die Präsentation aus diesem Workshop liegt nun im Powerpoint-Format vor. Die Tagung wurde von unserem Institut, gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Rorschach und der Firma Namics veranstaltet.

Seminar Schulsozialarbeit
Das Weiterbildungszentrum Soziale Arbeit IFSA bietet ein neues Seminar “Schulsozialarbeit” an. Hier werden Grundlagen der Schulsozialarbeit und methodisches Handlungswissen vermittelt. Das Seminar richtet sich an Fachpersonen der Sozialen Arbeit, die seit kurzer Zeit in die Schulsozialarbeit eingetreten sind oder sich für dieses Berufsfeld interessieren. Das Seminar dauert 6 Tage und beginnt am 30. August 2007. Mehr Informationen hierzu finden Sie im flyer_schulsozialarbeit.pdf oder unter www.fhsg.ch/wbsa.
Dritte Ostschweizer Generationentagung
Generationenbegegnung – “Vorurteile sind immer richtig”
Vorurteile prägen den Kontakt zwischen den Generationen. Anlass genug, sich diesem Thema zu widmen: Welchen Einfluss haben Vorurteile auf die Begegnung zwischen den Generationen und wie werden diese Vorurteile genährt? Gerahmt wird der Anlass durch den Musiker Peter Roth sowie die Schweizermeisterin im Poetry Slam, Lara Stoll.
Freitag, 15. Juni, 13.15 Uhr, Lokremise St.Gallen
Veranstaltungskosten CHF 20.- an der Tageskasse.
Mehr Infos: www.generationentagung.ch, www.fhsg.ch oder 071 844 48 88
Anmeldungen bitte an tagungssekretariat@fhsg.ch
Das Unbehagen in der Bildungskultur
Dieses Thema stand im Zentrum der Feierabendveranstaltung mit Prof. Dr. Helmwart Hierdeis am 31. Mai 2007 in St.Gallen. Die Zuhörenden wurden angeregt, sich Gedanken über unsere Bildungskultur und ihrer Entwicklung zu machen. Die Begriffe Bildung und Unbehagen wurden diskutiert und mit Freuds “Das Unbehagen in der Kultur” in Beziehung gebracht. Unbehagen löst beispielsweise die immer grösser werdende Kluft zwischen den offiziellen Zielen des Bildungssystems in der Verfassung und der Realität des Bildungssystems aus. Auch die Entwicklung zur Ökonomisierung des Bildungssystems, welche eine Reflexion über das eigene Ich kaum zulässt, ist ein wichtiger auslösender Faktor des Unbehagens in der Bildungskultur. Der Vortrag Das Unbehagen in der Bildungskultur ist hier im PDF Format zu beziehen. Prof. Dr. Helmwart Hierdeis beschäftigt sich vertieft mit diesem Thema und wird im Herbst 2007 erneut dazu publizieren.