Doppelpässe mit Böhnisch & Co.

Taktisch hat die EM 2008 bisher nichts Neues gebracht: Die Schnelligkeit im Spiel ist der entscheidende Schlüssel zum Erfolg.

Abseits der überreglementierten Stadien und offiziellen Fanzonen findet die Innovation trotzdem statt. So auch am 19. Juni an der FHS St.Gallen, besser: in der alternativen Fussballzone Alcan-Areal.

Hier wurde aus sozialwissenschaftlicher Perspektive über Fussball gelesen. Das gut aufgestellte Team setzte sich zusammen aus Lothar Böhnisch, Angela Tillmann, Michael Rautenberg (alle TU Dresden), Steve Stiehler und Christian Reutlinger (beide FHS St.Gallen). Ihr elegantes und kluges Spiel war ganz um die neue Fussball-Kultfibel “Doppelpässe – Eine sozialwissenschaftliche Fussballschule” (Juventa, 2008) aufgebaut. Mit grossem Spielwitz erzielten sie fünf Tore in Serie. Unschlagbar!

Nach dieser hochkarätigen Partie trafen fünf Nachwuchs- und ein Seniorenteam in einem Turnier aufeinander. Das Senioren-Dream-Team überzeugte durch spielerische Eleganz, konnte mit dem Tempo der ungestümen Jugend aber nicht ganz mithalten und musste eine herbe Niederlage einstecken.

Die Spiele sind in einer Webgalerie ausführlich dokumentiert.

So sehen SiegerInnen aus!

Fotos: Dani Fels

Missstände öffentlich machen

Die Studierenden der FHS St.Gallen, Fachbereich Soziale Arbeit, möchten nicht nur immer von sozialen Missständen hören, sondern selber aktiv darauf aufmerksam machen. Deshalb haben sie die Gruppe ROstFrei gegründet. “Wir diskutieren aktuelle Geschehen, welche die Soziale Arbeit betreffen und überlegen, wo wir Handlungsbedarf sehen. Uns geht es darum, dass sich die Soziale Arbeit öffentlich positioniert”, sagt Denise Flunser, Studentin und Mitglied von ROstFrei gegenüber dem St.Galler Tagblatt. In der Tagblatt-Ausgabe vom 10. Juni 2008 schaut ROstFrei das Nothilfe-Verfahren kritisch an und berichtet aus dem Alltag eines Flüchtlings aus Sudan. Zum Artikel “Wohnen ohne Fenster”…

Das zweite Leben

Wer schon lange dem Phänomen Second Life auf die Spur kommen wollte, ist diesem Ziel nun vielleicht einen Schritt näher. In der neuen Ausgabe von Media Perspektiven ist ein Beitrag von Rolf Amann/Dirk Martens mit dem Titel “Synthetische Welten: Ein neues Phänomen im Web 2.0” zu finden. Der Beitrag geht Fragen der Nutzung von “Second Life” nach und stützt sich dabei auf eine (nicht-repräsentative) Befragung (N=500) sowie qualitative Interviews (N=30).