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ifsablog - FHS St.Gallen, Institut für Soziale Arbeit IFSA


30.10.2008

Rorschach aus Sicht von Aussen

Prof. Dr. M.-E. Karsten von der Universität Lüneburg kommt seit Jahren nach Rorschach um an der FHS St.Gallen Unterricht zu geben. Im Interview erzählt sie von ihren Eindrücken von Rorschach und wie ein Wandel ihrer Meinung nach statt gefunden hat. Möchten Sie mehr über die positiven Veränderungen in Rorschach hören? Dann hören Sie sich das Interview hier an: karsten

23.10.2008

„Mein Radio ist das Café“

Studierende der FHS St. Gallen betraten am Dienstag verschiedene Kneipen in ganz Rorschach und lauschten dem Gemurmel an den Stammtischen. Im Rahmen eines Medienseminars soll dem „Stammtisch-Gepolter“ auf den Puls gefühlt werden, um Antworten auf die im Frühjahr gesammelten „101 Fragen an eine Stadt“ zu erhalten. (weiterlesen…)

18.10.2008

Die Kneipe als Bühne

Stammtisch-Gepolter

Seit anfangs Oktober hängen an rund 70 Klotüren der Stadt Rorschach 101 „Fragen an eine Stadt“. Kommenden Dienstag machen sich Studierende der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften auf den Weg, erste Antworten zu finden. Zum Beispiel auf Frage 40, was an den Stammtischen der Stadt diskutiert wird. Eine Vorschau ist heute im St. Galler Tagblatt zu finden. An welchen Stammtischen die Studierenden nach Antworten suchen, findet unter dem Link “Kneipenkarte” (siehe unten).

Illustration: Corinne Bromundt

Vorschau
Kneipenkarte

16.10.2008

Beizologe und Mentor

Fred, der Teufel, in schwarzem Hut, Blazer, Stiefeln, mit langen Haaren und Bart ist Mentor der Folge „Stammtisch-Gepolter“. Er nennt sich Beizologe, da er Rorschachs rund 100 Beizen bis auf zwei Ausnahmen alle kennt: „Ich bin früher von Beiz zu Beiz gefahren, um Kraut und Kabis zu verkaufen.“ Er weiss, wo sich Lastwagenfahrer und Bauarbeiter auf ein Feierabendbier treffen, kennt Lokale, in denen die Gäste, die zu laut schwatzen, rausgeworfen werden und solche, in denen sich „die oberen 10′000 von Rorschach treffen“. Seinen Künstlernamen besitzt Fred, seit er 1970 mit dem Motorrad eine Frau angefahren hat. „Du bist ein Teufel“, war die Antwort der Frau, die glücklicherweise unverletzt blieb. Der Künstlername hat sein Leben geprägt: Verrückte, ja gar teuflische Sachen hat Fred in seinem Leben gemacht. Als Stuntman ist er im Olympia-Einkaufscenter in München mit dem Motorrad durch brennende Wände gefahren und hat dabei gebrannt wie eine Fackel. Seinen Künstlernamen hält er in Ehren: „So weiss nicht jeder, wie ich richtig heiss“. Ein Satz, der an die Figur des Rumpelstilzchen erinnert.

Bild: Renata Zoller/Sonja Kälin

15.10.2008

Die Brücke zwischen den Gästen

Der helle Klang der Schiffsglocke an der Theke bringt blitzartig Stille ins gefüllte Hafen-Beizli, in welchem letzten Donnerstagnachmittag der Prolog eines Medienseminars der FHS St. Gallen stattfindet. „Oh, eine Runde“, erkennt ein Student den gewohnten Sinn dieses Klangs. Der Dozent Mark Riklin hat der Schiffsglocke jedoch für einmal eine andere Funktion zugeteilt: Sie soll an diesem Nachmittag den Startgong für verschiedene Gespräche sein. Die Wirtin Esther Brehm im gestreiften Seemanns-Pullover betritt die Anhöhe neben der Bar, wie eine Bühne anmutend. Esther Brem ist die erste Wirtin, mit welcher die Studierenden im Rahmen des Projektes „Stammtisch-Gepolter“ ins Gespräch kommen. (weiterlesen…)

14.10.2008

Ein Gespräch mit den Ohren der Stadt

Am Donnerstagnachmittag ist das Hafen-Beizli in Rorschach bis auf den letzten Platz gefüllt. Stimmengewirr und Gläserklirren erfüllen den Holz getäfelten Raum und lassen das Fischernetz an der Decke leicht erzittern. Die zwei grossen Fenster offenbaren den Blick auf den Bodensee, dessen deutsches Ufer im Nebel versinkt. Hinter der Theke herrscht eifriges Treiben. Seemanns-Cafés werden ausgeschenkt – eine geheim gehaltene Eigenkreation, die rote Ohren verspricht. Leise ertönen Gitarrenklänge. Ein Gast hat das geparkte Instrument entdeckt und seine Funktion, den Besuchern für spontane Musikeinlagen zur Verfügung zu stehen, entlarvt. (weiterlesen…)

13.10.2008

Das Potenzial der älteren Generationen nutzen.

Erst ein paar Jahre sind es her, da waren Menschen mit 60 Jahren alt. Heute sind auch 80-Jährige oft fit und rüstig. Dieses Potential zwischen 60 und 80 kann genutzt werden, sagt Francois Höpflinger. Der Generationenforscher und Soziologieprofessor an der Universität Zürich spricht in der Talksendung FOCUS von den neuen Alten, von Grosseltern und Enkelkindern und was es für unsere Gesellschaft bedeutet, wenn 100-Jährige keine Ausnahme mehr sind. Das Interview können Sie online hören bei DRS Focus.

Stadt als Gespräch: Stammtisch-Gepolter

Im Frühjahr 2008 haben 60 Studierende im Rahmen eines Medienseminars im Fachbereich Soziale Arbeit die dreiteilige Reihe „Stadt als Gespräch“ eröffnet: Auf dem Marktplatz wurden 101 Fragen an die Stadt Rorschach gesammelt, die seit Ende August als Poster an vereinzelten Klotüren städtischer Kneipen und öffentlicher WC-Anlagen angebracht sind. In der Hoffnung, dass Lesende eine Frage mitnehmen, unter die Leute und damit ein kleines Stadtgespräch in Gang bringen.

Ein halbes Jahr später wird nach dem Marktplatz ein weiterer klassischer Ort der Produktion und Reproduktion informeller Geschichten sowie der Herstellung lokaler Identität aufgesucht: die Kneipe als eine der ältesten Institutionen der Alltagswelt. Auf „Fragen an eine Stadt“ folgt „Stammtisch-Gepolter“: die Studierenden machen sich am 21. Oktober um 14 Uhr auf den Weg, um an ausgewählten Stammtischen der Stadt erste Antworten zu finden. Um 15 Uhr findet im Hafenbeizli am Bahnplatz 15 eine Geschichtenrettung statt: Studierende erzählen, was sie erlebt und erfahren haben. In welchen Lokalen die Studierenden nach Antworten suchen, wird bis spätestens 18.10. in diesem Blog veröffentlicht.

06.10.2008

Sozialraumarbeit – Workshop NR°1

Organisation: Fabian Kessl, Christian Reutlinger, Annegret Wigger

Am 1. und 2. Oktober 2008 fand in Rorschach der erste Workshop zu Sozialraumarbeit statt. Anhand von drei ausgewählten Projekten, die eher ungewöhnliche oder untypische (sozial)raumbezogene Initiativen sind, wurde in einer kleinen Gruppe von 14 Personen weiter gedacht, fantasiert, systematisiert.

Was heißt eigentlich Sozialraum in den verschiedenen Arbeitsfeldern, in denen in den vergangenen Jahren zunehmend raumbezogen gearbeitet wird? Wer definiert wie den Sozialraum? Welche räumlichen Praktiken sind zu beobachten, welche bleiben unsichtbar? Welche Grenzen werden durch die raumbezogenen Vorgehensweisen (re)produziert, mit welchen Dilemmata ist man in der Arbeit konfrontiert, wie wird mit den genannten Dilemmata umgegangen?

Die Ergebnisse aus dem Diskurs werden in den nächsten Monaten aufgearbeitet und 2009 unter dem Titel ”Thematisierungslinien in der Sozialraumarbeit” im VS Verlag publiziert.