Als vermutlich erste Stadt der Welt hat Rorschach vor drei Wochen die Stelle eines Schatzsuchers ausgeschrieben, der die Ressourcen der Stadt während eines Jahres neu vermessen soll. Nicht weniger als 37 Bewerbende haben sich in der Stadtkanzlei eingeschrieben, in der festen Überzeugung, die richtige Besetzung der 10-Prozent-Stelle zu sein.
Die Wahl des Stadtrats fiel am Dienstagabend auf den Rorschacher Journalist und Buchautor Richard Lehner, der sich bereits mit verschiedenen Publikationen über Rorschach einen Namen als Geschichtensammler gemacht hat. Begleitet und unterstützt wird die Rorschacher Schatzsuche von Mark Riklin, Initiant und Projektverantwortlicher der Schatzsucher-Stelle.
DRS-Beitrag zur Wahl des Schatzsuchers
Kurzinterview mit Richard Lehner
Tagblatt-Artikel vom 12.12.2008
Zwischen Stadtrats- und Bundesratswahl geht auch die Wahl des Rorschacher Schatzsuchers in die entscheidende Phase. Mittwoch-Nacht ist die Bewerbungsfrist für die aussergewöhnliche Stelle abgelaufen. Nicht weniger als 37 Bewerberinnen und Bewerber haben sich bei der Stadtkanzlei als Cand. Schatzsucher/in eintragen lassen, in der Überzeugung, die richtige Besetzung der offenen Teilzeit-Stelle zu sein. Der Archiv-Ordner platzt aus allen Nähten: Von der ersten Bewerbung, die vor über einem Jahr aus Konstanz eintraf, bis zur letzten, die am Mittwochabend kurz vor Torschluss den Weg aus München ins Rorschacher Rathaus fand. Ein erster Schatz scheint gehoben. Am Donnerstagvormittag hatte die Bewerbungskommission die Qual der Wahl. Aus einer Vielzahl qualitativ hoch stehender Empfehlungsschreiben wurde eine engere Auswahl aus vier Frauen und vier Männern getroffen, mit denen am Freitag Bewerbungsgespräche stattfinden. Bereits diesen Donnerstag soll der oder die vom Stadtrat gewählte Schatzsucher/in der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Mark Riklin