Wie kann zeitgemässe Tabak- und Nikotinprävention in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gelingen – gerade angesichts neuer Produkte wie Vapes oder Snus? Diesen Fragen widmete sich die Fachtagung «Zigi, Vape, Snus – Neue Impulse für die Präventionsarbeit», die am 3. März 2026 im Volkshaus Zürich stattfand. Die Tagung wurde vom DOJ – Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz und dem Projektteam des IFSAR gemeinsam organisiert.
Über 100 Fachpersonen aus der ganzen Schweiz tauschten sich zum Thema aus und konnten dank vielfältiger Inputs und Workshops neues Wissen sammeln.
Im Zentrum der Tagung standen die Ergebnisse des Projekts TANOKJA (Tabak- und Nikotinprävention in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit), an dem das IFSAR als wissenschaftliche Projektpartnerin beteiligt war. Im Projekt wurden Grundlagen dafür erarbeitet, wie Prävention im Kontext der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wirksam, praxisnah und anschlussfähig gestaltet werden kann.
Ein zentrales Element der Tagung war der im Projekt TANOKJA entwickelte «Weg zu wirkungsvoller Praxis». Die einzelnen Schritte unterstützen Fachpersonen dabei, die eigene Praxis zu analysieren, Stärken und Entwicklungspotenziale sichtbar zu machen und auf dieser Grundlage konkrete nächste Vorhaben abzuleiten.
Im Rahmen des Projekts ist ein Kompass mit Kriterien guter Praxis der Tabak- und Nikotinprävention entstanden, der Aspekte gelingender Praxis entlang von folgenden vier Themenbereichen beschreibt und als Anregung für die Praxis dient:
- Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen
- Haltung der Fachpersonen
- Gestaltung der Angebote und Rahmenbedingungen
- Aufbau von Fachwissen und Netzwerken
Neben der Präsentation der Projektergebnisse bot die Tagung Raum für fachlichen Austausch, praxisnahe Inputs und die gemeinsame Reflexion aktueller Herausforderungen. Themen wie partizipative Präventionsansätze, aktuelle Konsumtrends oder die Frage nach einer wirksamen Ansprache von Jugendlichen wurden in den unterschiedlichen Formaten vertieft.
Unser Fazit: Wirksame Tabak- und Nikotinprävention in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit braucht neben aktuellem Wissen über Produkte und Trends vor allem eine reflektierte, lebensweltorientierte und partizipative Praxis. Mit dem «Weg zu wirkungsvoller Praxis» stellt das Projekt TANOKJA Fachpersonen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit ab sofort ein konkretes Hilfsmittel für den Arbeitsalltag bereit.
Bei Anregungen oder Fragen freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme: kathrin.amann@ost.ch / johanna.brandstetter@ost.ch

