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Das Institut für Soziale Arbeit und Räume IFSAR-OST versteht sich als Kompetenzplattform für Soziale Arbeit und ihre Referenzdisziplinen. Wir sind in Forschung und Entwicklung tätig und bieten Dienstleistungen für soziale Einrichtungen, Verwaltungen, Behörden und Unternehmen sowie unterschiedliche Praxisfelder der Sozialen Arbeit an. Im Blog geben wir Einblick in unsere Arbeit.

Vernetzungsplattform Natur 2030 – Innenentwicklung und Biodiversität

Siedlungsentwicklung nach Innen, Aufenthaltsqualität und Biodiversität – wie passt das zusammen? Dieser Frage ging die diesjährige Vernetzungsplattform Natur 2030 am 24. April 2026 in Aarau nach. 130 Teilnehmende aus den Bereichen Raumplanung, Landschaftsarchitektur, Naturförderung und Immobilienwirtschaft diskutierten wie Verdichtung, multifunktionale Freiräume für Menschen und Biodiversität geplant, gestaltet und bewirtschaftet werden können.

Raimund Kemper vertrat das IFSAR als Referent und nahm aus einer sozialräumlichen Perspektive die Aufenthaltsqualität von Freiräumen in den Blick. Städte und Gemeinden stehen im Zuge der notwendigen Siedlungsentwicklung nach innen vor der Herausforderung, zunehmende bauliche Dichte mit guter Aufenthaltsqualität und Biodiversitätsförderung angesichts der Folgen des Klimawandels zu verknüpfen. Was bedeutet der Aufenthalt in Freiräumen für Menschen? Was macht aus der Perspektive der Nutzenden eine gute Aufenthaltsqualität in Freiräumen aus? Wie lässt sich Aufenthaltsqualität trotz Innenentwicklung realisieren?

Was gute Freiräume ausmacht
Die Aufenthaltsqualität von Freiräumen ist in Bezug auf die Lebensqualität der Bevölkerung von grosser Bedeutung. Damit verbunden sind Bedürfnisse wie Sicherheit und Ruhe, Zugehörigkeit und Vertrautheit, Begegnung und Bewegung sowie Erkunden und Gestalten. Natur im Siedlungsraum trägt nicht nur zur Artenvielfalt bei. Der Aufenthalt in grünen Freiräumen stärkt die Gesundheit und das Wohlbefinden, ermöglicht gerade an heissen Tagen informelle Begegnung und gesellschaftliches Zusammenleben und fördert soziale Teilhabe. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Freiräumen und die Möglichkeiten der Beteiligung an ihrer Planung und Gestaltung sind wichtige Elemente einer umweltgerechten Freiraumentwicklung. Diese Bedürfnisse und Funktionen von Freiräumen sind verknüpft mit Freiraumqualitäten wie Multifunktionalität und Anpassbarkeit, Vernetzung und Zugänglichkeit sowie Natur und Erlebnisreichtum.

Aufenthaltsqualität entsteht im Planungsprozess
Diese Aufenthaltsqualitäten sind nicht das Ergebnis der Gestaltung von einzelnen Bauprojekten. Aufenthaltsqualität aus Nutzungsperspektive lässt sich nicht fertig und abschliessend gestalten. Sie ist eng verbunden mit der Qualität von Planungsprozessen, von der strategischen Planung bis zur Bewirtschaftungsphase. Wenn Planungsprozesse die Aufenthaltsqualität als öffentliches Interesse strategisch verankern, wenn sie Projekte über einzelne Parzellen hinaus ermöglichen, wenn sie Natur im Siedlungsraum fördern, wenn sie Spielräume für situative und ko-kreative Lösungen mit der Beteiligung der Menschen – auch in der Nutzungsphase – bieten, dann ermöglicht Innenentwicklung neben einer höheren baulichen Dichte auch eine Verdichtung von Aufenthaltsqualität.

Kontakt: raimund.kemper@ost.ch

Kinder- und Jugendpartizipation auf Bundesebene – Wissenschaftliche Perspektiven aus der Forschung des IFSAR

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen Entscheidungsprozessen wird in demokratischen Gesellschaften zunehmend als Qualitätsmerkmal guter Governance verstanden. Aus der Perspektive des IFSAR – Institut für Soziale Arbeit und Räume ist Partizipation dabei nicht allein als normatives Ziel zu begreifen, sondern als komplexer sozialer Prozess, der wissenschaftlicher Analyse, konzeptioneller Präzisierung und institutioneller Reflexion bedarf. Vor diesem Hintergrund hat das IFSAR im Auftrag des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) untersucht, wie Kinder- und Jugendpartizipation auf Bundesebene derzeit ausgestaltet ist – und welche strukturellen Bedingungen erforderlich sind, damit Beteiligung über symbolische Formen hinaus Wirkung entfalten kann.

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Zigi, Vape, Snus – Neue Impulse für die Präventionsarbeit

Wie kann zeitgemässe Tabak- und Nikotinprävention in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gelingen – gerade angesichts neuer Produkte wie Vapes oder Snus? Diesen Fragen widmete sich die Fachtagung «Zigi, Vape, Snus – Neue Impulse für die Präventionsarbeit», die am 3. März 2026 im Volkshaus Zürich stattfand. Die Tagung wurde vom DOJ – Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz und dem Projektteam des IFSAR  gemeinsam organisiert.

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Interdisziplinäre Studierendenteams entwickeln Lösungen zur Klimaanapassung

Der Klimawandel setzt Städte und Gemeinden unter Druck, die daraus entstehenden Folgen zu bewältigen. Auch am Campus OST Rapperswil-Jona als Lern- und Arbeitsplatz ist der Klimawandel spürbar. An heissen Sommertagen ist der Campus kein kühler Ort. Versiegelte Flächen und dunkle Fassaden wirken sich nachteilig auf den Aufenthalt am Campus aus.

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Lernlabor «Digitalisieren Hands-on» – KI-unterstützte Beteiligung Jugendlicher

Das Lernlabor «Digitalisieren Hands-on» bringt Studierende verschiedener Studiengänge zur Konzipierung und Realisierung innovativer Lösungen für reale Fragestellungen zusammen. Am Beispiel einer digitalen Beteiligungsanwendung für Jugendliche erprobten sie den gesamten Digitalisierungsprozess – von der ko-kreativen Ideenfindung bis zum getesteten Prototyp. Dabei zeigte sich eindrücklich, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit und agile Methoden zu praxisnahen und zukunftsfähigen Lösungen führen.

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Publikation: Die Stadt als Spiel – eine sozialräumliche Anleitung

Die Bespielbare Stadt entsteht im Zusammenspiel verschiedener Akteur:innen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene als Spielende, die Spielregeln definierende Personen, sowie jene, die die Stadt als Spielfeld planen und gestalten. Spielende, Spielfelder und Spielregeln – das ist der rote Faden der Publikation „Die Stadt als Spiel – eine sozialräumliche Anleitung“, herausgegeben von Raimund Kemper und Christian Reutlinger.

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Abschlussveranstaltung «spORT für dich» in Stuttgart

Die Stadt Stuttgart möchte niederschwellige und stadtteilbezogene Sport- und Bewegungsangebote in öffentlichen Räumen für Mädchen und junge Frauen fördern. Wie sollen diese ausgestaltet sein, damit sie von Mädchen und jungen Frauen genutzt werden? Die Pilotstudie «spORT für dich – gendergerechte Sport- und Bewegungsangebote» gibt darauf Antworten.

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